Nov 08
Es ist Freitag! Abe’s erste Arbeitswoche bei der Deutschen Welle ist um, und auch ich bin froh, mich dem wohlverdienten Wochenende hinzugeben. Anlässlich dieses freudigen Moments erlauben wir uns ein Konzert im Kult 41 in Bonn zu besuchen. Der Flyer kündigt zwei Indiebands an, die einen wilden Mix diverser Stilrichtungen spielen, wobei Abe wohl die Schlagzeugerin der Vorband persönlich kennt. (Ist Abe etwa ein Groupie?) Nach ein wenig Verspätung und einem letzten Soundcheck geht es in die noch leicht gefüllte “Halle”, wo die Veranstaltung so langsam in die Gänge kommt. Zu unserer Freude gibt es Mühlenkölsch 0,5l für 1,5 Euro die Flasche. Den Preis merk ich mir direkt fürs nächste Mal.
Der Auftritt der Vorband (The Truth About) ist recht schüchtern, die Band scheint noch ein wenig unerfahren. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Zum Hauptakt, der Band Monochrome, füllt sich die “Halle” merklich. Die Band legt mit Vollgas los und zieht das Publikum in ihren Bann. 15 Jahre Bühnenerfahrung sind deutlich zu spüren.
Vor der 2. Zugabe verschwinden wir, da noch ein Abstecher ins Shamrock ansteht, einem Bonner Irish Pub in der Römerstraße. Dort feiern wir den Geburtstag eines Freundes mit und schließen so den gelungenen Abend stilvoll ab.

Die Vorband: The Truth About (ich Frage mich: About What? *g*)

Der Hauptakt: Monochrome
Jul 21
Es war dringend nötig die Bahnstrecke zwischen Bonn und Bad Godesberg zu erneuern. Die Bahntrasse durch eins der größten Wohngebiete Bonns sorgte doch vorallem Nachts durch das alte Schienensystem für einiges an Lärm.
Man kann die Bauarbeiten gut verfolgen und sieht fast täglich die Fortschritte wenn neue Kanäle gelegt, alte Schienen oder das Gleisbett getauscht wurden oder die Bauarbeiten mal wieder meine geliebte Bahnschranke blockieren, während ich zu Fuß unterwegs bin und somit einen Umweg laufen muss. Letztes hält sich zum Glück noch in Grenzen.
Natürlich spielt die Sicherheit der Bauarbeiter die größte Rolle, da es darum geht Menschenleben zu schützen, aber die Art und Weise kann einem auf Dauer auf die Nerven gehen. Um die Arbeiter auch bei Baulärm auf einen ankommenden Zug aufmerksam zu machen wurden Warnhupen über eine Strecke von mehreren Kilometern aufgestellt, unerfreulicherweise in Westtichtung. So werden alle paar Minuten sämtliche Bewohner Kessenichs mit einem höchst unangenehmen Geräusch beschallt, was auch Nachts ein Schlafen mit offenem Fenster, in der sonst sehr ruhigen Region, kaum möglich macht.
Meine Vermutung wäre, dass eine Aufstellung in Ostrichtung den Lärm eher Richtung Hauptstraße verteilt hätte. Die Kessenicher würden so natürlich nicht von dem Hupen verschont bleiben, aber es wäre auf jedenfall etwas leiser, vorallem für die Anwohner direkt an der Bahnstrecke. Bleibt nur zu hoffen, die Bauarbeiten finden einen zügigen Abschluß.

Warnhupe
Jul 20
Das Poppelsdorfer Schloss ist nicht nur eine architektonische Sehenswürdigkeit, ist es auch Forschungszentrum der Zoologie und Mineralogie, sowie Austragungsort des jährlichen Bio-Sommerfestes. Heiß begehrt sind die Karten, waren sie doch die letzten Jahre stets recht früh ausverkauft. Die fehlende Abendkasse lässt bei manchen Nachzüglern lange Gesichter aufkommen. Ein Glück, wer sich da rechtzeitig um eine Karte bemüht hat. Dieses Jahr war der Kartenstress nicht so groß, vielleicht wegen des anhaltend schlechten Wetters, so dass noch bis kurz vor Beginn Karten zu erhalten waren. Zum Glück verschonte uns der Regen an diesem Abend.
Das Fest an sich war gut besucht und der gemütliche Innenhof ließ ein gewisses Kuschelfeeling aufkommen, wenn man in der Happy Hour von 20-22 Uhr sein Bier zum halben Preis genießen durfte, um dabei der Live-Band “Paco Incognito” zu lauschen. Diese waren schon auf der diesjährigen Rheinkultur zu hören und versuchten mit ihren Songs beim Publikum zu punkten. Richtig Stimmung kam jedoch erst auf als sie einige Coversongs bekannterer Bands anstimmten.
Der Bierpreis lag mit 1 Euro in der Happy Hour und 2 Euro in der restlichen Zeit noch im moderaten Bereich und in dem was sich Studenten noch leisten können. Die Bedienung ging flott, kein langes Anstehen, weder an der Theke, noch an den 9 Dixieklos, die für eine geschätze Gästemenge von 500 Leuten wirklich ausreichend waren. Eine Hotdog- und Wrapstheke rundete das Angebot ab. Ein gutes Konzept, dass jedes Jahr aufgeht.
Das Publikum war recht gemischt, mit einem Altersschnitt zwischen 20 Und 30 Jahren. Den Flirtfaktor würde ich hier aufgrund der nicht all zu lauten Musik und der Enge des Innenhofs als recht hoch ansehen, da es doch zu der ein oder anderen zufälligen Begegnung kommt.
Das Bio-Sommerfest kann ich jedem empfehlen, der auf Open-Air-Parties im kleineren Rahmen steht aber das akademische Flair nicht missen und sich dabei noch Unterhalten können möchte, ohne dabei zu viel für Getränke zu investieren.
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