Jul 31

Hallo,

ein guter Freund von mir Limboman (Anm.: Name von der Redaktion geändert) bat mich einen Artikel von sich zu veröffentlichen und hier ist er. Für den Inhalt und das Foto ist er selber verantwortlich :)

————————————————

Heute bin ich mal wieder in der Uni und versuche mich der Arbeit zu widmen.
Aber wie das nun mal so ist stellt sich die Motivation nicht auf Knopfdruck ein.

Ansonsten nix Neues von meiner Seite.Habe mich dazu entschieden mal wieder um 7h abends ins Schwimmbad zu gehen. Es war sehr ernüchternd. In einem Becken mit 8 Bahnen á 50m trieben ca. 70 – 90 Leute gleichzeitig rum.

Mit dieser Erkenntnis schlage ich als nächste Olympische Disziplin das “Slalomschwimmen” vor. Stellt euch das mal vor. Man nehme einfach 2 LKW-Ladungen Rentner und werfe diese in das Becken. Nun machen sich die 8 Schwimmer bereit und gehen an ihre Startblöcke.
Es wird ruhig im Sportpark.
Die Massen sind gespannt.
Der Schuss ertönt!
Alle Schwimmer springen in die Fluten. Leider gab es auf Bahn 7 schon einen verheerenden Zusammenstoß und der Athlet und das “Schwimmhindernis” sind bewußtlos untergegangen. Während beide am Beckenrand behandelt werden ist das Rennen in vollem Gange! Die Fans toben auf den Rängen.
Da der Anschlag! Wende! Zurück geht´s!
Doch was ist das? Die Schwimmhindernisse wachen aus Ihrer Lethargie endgültig auf und fangen an sich wie wild, kreuz und quer durch das Wasser zu bewegen.
Mit dieser Taktischen Finesse haben 3 der verbliebenen 7 Athleten nicht gerechnet.
Bei Ausweichanövern sind 2 von Ihnen übel zusammengestoßen und untergegangen. Der auf Bahn 1 ist sogar direkt mit dem Kopf gegen den Rand geknallt und treibt wie eines der Hindernisse im Wasser.
Die Restlichen 4 leisten sich ein Kopf an Kopf Rennen! Es wird spannend. Das Ende ist in Sicht. Doch Vorsicht!Von links treiben 3 Hindernisse in die Bahnen und erschweren das voranschreiten!
Ein gezieltes drunterhertauchen brachte 2en der Schwimmer kein Glück. Sie unterschätzten die Fähigkeit der Hindernisse SENKRECHT im Wasser zutreiben!
Bleiben nur noch 2.
Ich blicke nach links und sehe mich gleichauf mit meinem Konkurrenten.
Ein Lächeln huscht auf mein Gesicht. Ich könnte es wirklich schaffen.
Doch er zieht an und ist eine halbe Körperlänge vor mir!
Fluchend und die letzten Kräfte mobilisierend kraule ich schneller und entschlossener.
Nur noch 5 Meter! 4! 3!
Ein Aufschrei!
Die Menge verstummt!
Ich schlage an die Wand und bin am Ziel. Doch wo ist mein Konkurrent? Mein suchender Blick eröffnet mir die schreckliche Wahrheit und gleichzeitig die Gewissheit, dass ich Sieger geworden bin.
Wörter können das Gesehene nicht treffend genug beschreiben.
Jedenfalls musste ein Proktologe gerufen werden.

Als ich aus dem Becken steige erhalte ich die Gold-, Silber- und Bronzemedaille, da sonst niemand angekommen ist. :)

So sehe ich die Zukunft des Schwimmsports.

Damit endet mein kleiner Exkurs, der mir ein paar Minuten Ablenkung verschafft hat.

In diesem Sinne, jetzt wird gearbeitet.
-Limbo

Jul 27

Der Titel und die vielen Awards, die dieses Spiel gewonnen hatte, versprachen doch einiges, wo ich es mir für 10 Euro in der Sofwarepyramide gekauft hatte. Ein Spiel produziert wie ein Film? Ungewöhnlich für ein Adventure und so nahm ich mir gestern Zeit, dieses Spiel bis zum Ende durchzuspielen und ich muss sagen: Ich bin begeistert!

Man schlüpft in die Rolle von Lucas Kane, ein Mann mit einem Allerweltsgesicht (Insider!), der zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort ist und muss mitansehen, wie dieser ohne sein Zutun einen Mord begeht. Zu Anfang, als man wieder zu sich kommt, heißt es Spuren verwischen und sich in Sicherheit zu bringen und dann herauszufinden, was da gerade passiert ist und wie man da wieder herauskommt. Parallel dazu spielt man die beiden Polizisten Carla und Tyler, die den Mord untersuchen und dabei Lucas immer knapp auf den Fersen sind. Die Geschichte entwickelt sich von Szene zu Szene und enthält einen interessanten Spannungsbogen, der bis zum Schluß anhält und immer wieder kleine Details des großen Ganzen enthüllt. Ich möchte hier jedoch nicht zu viel erzählen, da die Story den Hauptaspekt des Spiels darstellt (was ja sonst selten der Fall ist) und diese sollte von jedem selber genossen werden.

Die Steuerung ist recht simpel und folgt wohl einer Konsolenumsetzung. So gibt es normale Szenen in denen man sich frei bewegen und mit Personen reden oder Dinge ausprobieren kann. Dabei wird versucht die Bewegungen der Charaktere mit der Maus nachzuvollziehen. Wenn man in einen Bereich kommt, wo eine Aktion ausgeführt, z.b. ein Telefonhörer abgenommen werden kann, erscheint am oberen Bildschirmrand ein Symbol, was die auszuführende Mausbewegung signalisiert. In diesem Fall: Maustaste drücken und die Maus nach oben bewegen, um dabei die Handbewegung zu immitieren. Ein interessantes Konzept.

Ähnlich verhält es sich bei den sehr vielen Actionsequenzen. Dabei gibt es 2 Arten von Sequenzen, die einen, die einem kleine Hinweise geben und die Story enthüllen und es nicht schlimm ist, wenn man diese vergeigt und welche, wo es auf Lucas überleben ankommt. Diese sollten tunlichst erfolgreich und mit vielen “Leben” abgeschlossen werden. Es werden 2 Steuerkreuze eingeblendet und es leuchten die Richtungen auf, die man in der angegebenen Reihenfolge drücken muss, um die Aktion erfolgreich zu absolvieren. Die Richtungen entsprechen auch hier wieder grob den Bewegungen des Characters. Die Actionszenen sind allesamt sensationell umgesetzt, jedoch ist man so konzentriert auf das Drücken der richtigen Kombinationen, dass man die Szenen nicht immer so ganz genießen kann, bzw. Teile nicht wirklich mitbekommt.

Alles in allem ein sehr gelungenes Spiel, was neben den Actionszenen und den Storyelementen auch einige lustige Nebenschauplätze enthält, wie z.b. das Basketballspiel von Tyler gegen einen Kollegen um seine “Schulden” auf angenehme Art zu tilgen, oder das kleine Kampfsportevent in der Turnhalle. Gegen Ende spitzt sich die Szenerie jedoch zu, die Stimmung wird immer bedrohlicher und man erkennt in der Inszenierungen kleine Anleihen von Matrix. Gut gemacht ist auch die Möglichkeit innerhalb des Spiels wirkliche Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Story auswirken, vorallem gegen Ende ist dies Möglich, am Anfang wären wohl zu viele Storypfade zu implementieren gewesen. Die Charakteranimationen sind komplett per MotionCapturing aufgenommen und so wirken die Bewegungen absolut realistisch. Ein weiteres Gimmick ist die Stimmung der Charaktere, die sich nach gewissen Ereignissen verändert und nicht zu weit abrutschen sollte, da man sich sonst am Ende des Spiels sieht. Es gibt jedoch immer die Möglichkeit durch kleinere Aktionen nebenher, wie z.b. mal nen Schluck Milch zu trinken oder die Pizza zu essen, die da gerade herumliegt, seine Stimmung wieder zu heben.

Abschließend kann ich jedem das Spiel wärmstens ans Herz legen, auch nicht so ambitionierten Spielern, da es wirklich kinderleicht zu bedienen ist. Also wenn ihr mal an der Softwarepyramide vorbeikommt, 10 Euro sind nicht viel ;)

Anbei noch ein paar Screenshots. Quelle: Atari – Offizielle Homepage – Fahrenheit

Jul 23

Spontanität und Begeisterungsfähigkeit sind bei mir vorallem im PC-Bereich im Übermaß vorhanden, und es ist gut eine wirkliche Leidenschaft im Leben zu haben. Doch diese wäre mir beinahe zum Verhängnis geworden, oder auch nicht. Man kann dies durchaus differenziert sehen, aber die Entscheidung bleibt euch überlassen, ob sich das Ganze gelohnt hat oder nicht.

Die Ausgangsituation

Mein PC war laut, klapperte und brummte bei jedem Einschalten, das Gehäuse war schon am Rande des Zumutbaren und ich hatte alle Komponenten bereits ausgereizt, es ging quasi nix mehr, keine Chance den PC noch irgendwie zu erweitern. Ich hatte schon lange keine aktuellen Spiele mehr gespielt, was nicht ausschließlich am PC lag, sondern dass ich seit Release von WoW diesem auch verfallen war und somit eh kaum Zeit für andere Spiele hatte. Nichtsdestotrotz wären eh keine aktuellen Titel auf meinem Rechner lauffähig gewesen und auch Blizzards Grafikansprüche wurden mit der Zeit immer höher, so dass in mir der Wunsch aufkam: “Du brauchst einen neuen PC!”

Doch woher sollte ich einen nehmen? Einfach so in den Laden und Einen kaufen? Ne das ist ja was für Otto-Normal-Verbraucher (der hier ist für Toni: Mit einem MAC wär das sicher kein Problem gewesen *g*).

Die erste Idee war dann einen Dell zu kaufen. Der gute Ruf eilte dieser Firma quasi vorraus, hatte ich mich doch schon seit Jahren nicht mehr mit Hardware beschäftigt und war quasi ahnungslos. Ein Blick auf die Webseite enthüllte das ein oder andere Angebot, doch insgesamt war mir der Preis für das Gebotene einfach zu hoch, auch wenn das Rundum-Sorglos-Paket sehr verlockend klang. Prinzipiell, wie auch beim Mac, kranken die Systeme an zu schlechten Grafiklösungen, jedenfalls für mich, der endlich wieder wunderschöne Bilder in hohen Auflösungen und Details auf dem Bildschirm haben wollte. Ja, ich wollte mit dem Teil auch Spielen. Ein PC ist für mich quasi ein Allrounder und das sollte er auch werden: Die Eierlegende-Wollmilch-Sau!

Da ein Komplettsystem von der Stange also nicht in Frage kam, musste es ein selbst zusammengestellter PC sein, der somit oft etwas günstiger kam, bzw. im High-End-Bereich nicht ganz so teuer wie ein Komplett-PC von AlienWare war. Ich hatte jedoch von damals noch sehr schlechte Erfahrungen, da ich für den letzten PC 6 Wochen meiner Semesterferien verbraten hatte, um das System ans Laufen zu bringen und irgendwann entnervt das Mainboard ausgetauscht habe. Danach lief alles, aber es war mir eine Warnung.

Der Besuch bei den Eltern

Ein Besuch bei meinen Eltern brachte die Sache dann schlussendlich ins Rollen. Mein Bruder wohnte noch zu hause und so kamen wir irgendwann auf meinen Wunsch nach einem neuen Rechner zu sprechen. Da er selber oft neue Komponenten kauft, ließ ich mich von ihm beraten. So stellten wir bei einem Versandhandel einen kompletten Rechner zusammen, jedoch ohne wirklich zu wissen, was wir da bestellen, aber es passte von den Komponenten schon ganz gut zusammen (Anmerkung: Der PC wäre so schon anstandslos gelaufen).

Eine Geforce-Grafik, einen kleiner Dualcore, ein SLI-Fähiges Mainboard, 4GB Speicher und der übliche Schnickschnack, nichts besonderes also.

Darauf kam mir die Idee ihn direkt zu bestellen, doch das Schicksal wollte es wohl anders. Die Zahlung per EC-Karte war noch nicht Möglich, da mein Gehalt noch ein wenig auf sich warten ließ und so wollte ich mit Kreditkarte zahlen, um diese sogleich das erste Mal zu testen. Fix einen Paypal-Account angelegt, doch aktiveren ließ dieser sich erst nach 3 Tagen, was sich im nachhinein als gut herausgestellt hatte, und so hatte ich zwangsweise Zeit mit zu überlegen, ob ich denn das Richtige bestellt hatte.

Die Aufgabe

Nachdem ich per PayPal hätte zahlen können, hatte ich bereits in einigen Foren gelesen und gemerkt, dass wir zu früh bestellt hatten, da die Hardware wenige Wochen vor einem Technologiesprung stand. Somit wurde ersteinmal die gesamte Bestellung storniert und ich setzte mir zum Ziel, immer mit den Problemen von damals im Hinterkopf:

“Ja, du wirst dir den PC selber bestellen und alle Komponenten ganz genau aussuchen und ihn perfekt aufeinander abstimmen, aber vorher wirst du dich genaustens über alles informieren, damit du weißt, was du da kaufst”

Gute oder schlechte Entscheidung? Ich war mir sicher, wenn ich mich nur gut genug informierte, würde das schon hinhauen, schließlich gibt es ja Millionen funktionierende PCs. Im Nachhinein weiß ich, dass es die anfänglich bestellten Komponenten sicher getan hätten, jedoch hätte ich mich dann wieder nicht mit der Hardware beschäftigt und somit die nächsten Technologiesprünge wiedereinmal verschlafen. Es hat mich schlußendlich zwar viel Zeit und Nerven gekostet die Komponenten auszuwählen, da es sich komplizierter herausstellte als gedacht, doch am Ende habe ich viel dabei gelernt und ich werde weiterhin am Ball bleiben, da es ein interessantes und spannendes Hobby geworden ist. Darüber will ich in diesem mehrteiligen Artikel in den nächsten Wochen berichten.

P.S.: WoW spiele ich mittlerweile nicht mehr, aber dazu wird es einen eigenen Artikel geben.

Jul 22

Man sagt ja: Ordnung ist das halbe Leben! Und das stimmt, wenn man bedenkt, wieviel Zeit man in seinem Leben für das Aufräumen benötigt. Je ordentlicher man ist, desto mehr Zeit verbringt man mit Putzen und Aufräumen und umso mehr fällt einem selber auf, wie schnell doch alles wieder dreckig ist. Da heißt es die gesunde Balance zwischen Ordnungsliebe und der Akzeptanz der Unordnung zu finden, um noch Zeit für andere Dinge im Leben zu haben.

Die Ordnungsliebe ist bei den Menschen völlig unterschiedlich und reicht vom peniblen Putzwahnsinnigen, der täglich die halbe Wohnung desinfiziert, bis zum schlimmsten Messi, der sogar verlernt hat sein Klo zu putzen. Alle anderen Menschen liegen irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Dies ist, wie das unterschiedliche Empfinden für Gerüche und Lautstärke, eins der Hauptprobleme des Zusammenlebens in einer WG (ich spreche aus 2 Jahren Erfahrung). Sofern das jedoch das einzige größere Problem ist, kann eine WG wunderbar funktionieren.

Seit ich wieder alleine wohne habe ich das Gefühl, merklich ordentlicher geworden zu sein und fühle mich unwohl wenn zu viel Zeug unnötig herumliegt. Dies rührt sicher daher, dass ich meine Wohnung zum Einzug komplett neu einrichten musste und hinten und vorne das Geld fehlte dies komplett zu erledigen und ich somit ständig in Unordnung leben musste. Das bedeutete im Prinzip, dass durchgehend Bauarbeiten im Gang waren (und der damit verbundene Dreck) und diese latente Gefühl nicht wirklich fertig zu werden.

Ähnliches galt für meinen PC, wie ich nach dem Neukauf mit Erschrecken feststellen musste, als ich meine alten Daten umkopierte. Massenhaft alte Daten, unsortierte Medien und jede Menge Krimskrams der sich mit der Zeit angesammelt und den man einfach nur irgendwo hinkopiert hat. Jetzt heißt es: Stark bleiben und sich motivieren die Dinge in Ordnung zu bringen, so dass man “sein Zeug” schnell wiederfindet, spart man sich am Ende doch viel Zeit durch unnötiges Suchen.

Und das ist ja genau das, was man als Arbeitnehmer nicht hat: Zu viel Zeit!

Jul 21

Es war dringend nötig die Bahnstrecke zwischen Bonn und Bad Godesberg zu erneuern. Die Bahntrasse durch eins der größten Wohngebiete Bonns sorgte doch vorallem Nachts durch das alte Schienensystem für einiges an Lärm.

Man kann die Bauarbeiten gut verfolgen und sieht fast täglich die Fortschritte wenn neue Kanäle gelegt, alte Schienen oder das Gleisbett getauscht wurden oder die Bauarbeiten mal wieder meine geliebte Bahnschranke blockieren, während ich zu Fuß unterwegs bin und somit einen Umweg laufen muss. Letztes hält sich zum Glück noch in Grenzen.

Natürlich spielt die Sicherheit der Bauarbeiter die größte Rolle, da es darum geht Menschenleben zu schützen, aber die Art und Weise kann einem auf Dauer auf die Nerven gehen. Um die Arbeiter auch bei Baulärm auf einen ankommenden Zug aufmerksam zu machen wurden Warnhupen über eine Strecke von mehreren Kilometern aufgestellt, unerfreulicherweise in Westtichtung. So werden alle paar Minuten sämtliche Bewohner Kessenichs mit einem höchst unangenehmen Geräusch beschallt, was auch Nachts ein Schlafen mit offenem Fenster, in der sonst sehr ruhigen Region, kaum möglich macht.

Meine Vermutung wäre, dass eine Aufstellung in Ostrichtung den Lärm eher Richtung Hauptstraße verteilt hätte. Die Kessenicher würden so natürlich nicht von dem Hupen verschont bleiben, aber es wäre auf jedenfall etwas leiser, vorallem für die Anwohner direkt an der Bahnstrecke. Bleibt nur zu hoffen, die Bauarbeiten finden einen zügigen Abschluß.

Warnhupe

Warnhupe

Jul 20

Das Poppelsdorfer Schloss ist nicht nur eine architektonische Sehenswürdigkeit, ist es auch Forschungszentrum der Zoologie und Mineralogie, sowie Austragungsort des jährlichen Bio-Sommerfestes. Heiß begehrt sind die Karten, waren sie doch die letzten Jahre stets recht früh ausverkauft. Die fehlende Abendkasse lässt bei manchen Nachzüglern lange Gesichter aufkommen. Ein Glück, wer sich da rechtzeitig um eine Karte bemüht hat. Dieses Jahr war der Kartenstress nicht so groß, vielleicht wegen des anhaltend schlechten Wetters, so dass noch bis kurz vor Beginn Karten zu erhalten waren. Zum Glück verschonte uns der Regen an diesem Abend.

Das Fest an sich war gut besucht und der gemütliche Innenhof ließ ein gewisses Kuschelfeeling aufkommen, wenn man in der Happy Hour von 20-22 Uhr sein Bier zum halben Preis genießen durfte, um dabei der Live-Band “Paco Incognito” zu lauschen. Diese waren schon auf der diesjährigen Rheinkultur zu hören und versuchten mit ihren Songs beim Publikum zu punkten. Richtig Stimmung kam jedoch erst auf als sie einige Coversongs bekannterer Bands anstimmten.

Der Bierpreis lag mit 1 Euro in der Happy Hour und 2 Euro in der restlichen Zeit noch im moderaten Bereich und in dem was sich Studenten noch leisten können. Die Bedienung ging flott, kein langes Anstehen, weder an der Theke, noch an den 9 Dixieklos, die für eine geschätze Gästemenge von 500 Leuten wirklich ausreichend waren. Eine Hotdog- und Wrapstheke rundete das Angebot ab. Ein gutes Konzept, dass jedes Jahr aufgeht.

Das Publikum war recht gemischt, mit einem Altersschnitt zwischen 20 Und 30 Jahren. Den Flirtfaktor würde ich hier aufgrund der nicht all zu lauten Musik und der Enge des Innenhofs als recht hoch ansehen, da es doch zu der ein oder anderen zufälligen Begegnung kommt.

Das Bio-Sommerfest kann ich jedem empfehlen, der auf Open-Air-Parties im kleineren Rahmen steht aber das akademische Flair nicht missen und sich dabei noch Unterhalten können möchte, ohne dabei zu viel für Getränke zu investieren.

39

Jul 13

Da sich mein alter PC so langsam dem Rentenalter näherte und ich ein wenig Geld über hatte (unglaublich nicht wahr?), beschloss ich mir einen neuen PC zu kaufen. Wie sich das für einen Informatiker gehört sollte es natürlich kein PC von der Stange sein, ebenso stand die Wahl an, welche Art des Computers es sein sollte. Ein Linux-PC, ein Spielerechner für Windows oder ein stylischer Apple ?

Die gute Nachricht: Mein PC ist mittlerweile komplett! Doch der Weg dahin war etwas holprig doch am Ende wurde alles gut :)

Dieser mehrteilige Artikel soll ein Erfahrungsbericht darüber sein, womit man sich beschäftigen kann, wenn man sich so ein technisch komplexes Gerät neu anschafft und zugleich eine Warnung für den Otto-Normalverbraucher vielleicht doch beim ALDI-PC zu bleiben.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Jul 13

Ein Blog ist schnell erstellt, ein schönes “Theme” aber noch lange nicht so schnell gefunden. Da ich leider nicht ganz so kreativ bin mir ein eigenes zu konstruieren, wäre mir lieb, wenn jemand von euch vielleicht Lust hat ein paar Vorschläge zu machen oder vielleicht ein paar tolle “Themes” kennt. Ich kann sie auch immer wieder mal wechseln, falls sich mehrere finden. Wichtig wären nur folgende Kriterien:

  • Skalierbar in der Breite, also auf einem 4:3 sowie einem 16:10-Breitbild-TFT lesbar
  • Kategorien sollen sich an der Seite auswählen lassen
  • Widgetfähig wäre nett, aber kein Muss
  • Die Lesbarkeit von Kommantaren sollte möglichst gut, sein, d.h. man sollte möglichst schnell erkennen, wenn neue Kommentare abgegeben wurden und diese auch schnell und einfach zugreifbar sein
  • Das “Theme” sollte nicht all zu verspielt sein, eher schlicht und einfach

Der momentane Zustand ist ja weniger als tragbar. Von daher, haut in die Tasten und gebt mir ein paar Tipps.

Jul 08

Jeder kennt es: Man will noch schnell sein Altglas zurückbringen, das ein oder andere Feierabendbierchen besorgen und schlendert grad in den hiesigen Supermarkt. In meinem Fall den quasi Einzigen in Kessenich. Da Aldi und Lidl ja immer noch mit der Baugenehmigung oder was auch immer kämpfen, muss ich mich mit den traditionellen Geschäften begnügen.

Natürlich klappt der geplante Einkauf nie so reibungslos wie man sich das vorstellt. Eigentlich will man nicht so viel kaufen, dass man mit Karte zahlen könnte, so ist die erste Hürde meist noch ein aufwändiger Gang zur Bank, der in meinem Fall mit “einmal Straße überqueren” erledigt ist. Also rein in den Supermarkt und ab zum Pfandautomaten. Auf dem Weg noch schnell einen Handkorb besorgen, den man auf einem komplizierten Irrweg an der Kasse abholen muss, da am Eingang erwartungsgemäß keine mehr stehen.

Der Pfandautomat piepst natürlich in dem Moment wie hysterisch, als ich meine Flaschen dort einwerfen will, da vor mir der letzte Kunde für eine saubere Überfüllung gesorgt hat. Also heißt es warten, bis eine freundliche Angestellte sich um dieses wildgewordene Elektrogerät kümmert.

Die Überfüllung macht die Entleerung nicht ganz einfach und so liegen, trotz eines geübten Handgriffs seitens der Angestellten, kiloweise Dosen auf dem Boden herum. Mir dauern die Aufräumarbeiten zu lange und ich beschließe meine Glasflaschen in den noch funktionierenden Automaten zu werfen und schenke die eine Plastikflasche einem wartenden Kunden, der sich auch sogleich bedankt.

Ich packe den Pfandzettel ein, schnappe mir das ersehnte Bier aus dem Regal und komme natürlich in die Versuchung das pralle Warenangebot genauer unter die Lupe zu nehmen. Peperonidipp, Cracker, Chips… was es nicht alles gibt? Mir kommt die Idee, dass ich länger keine Suppe mehr gekocht habe. Ich bemühe mich um ein Bund Lauchzwiebeln, ein paar Tomaten, einen Sack Kartoffeln und einen Bund Möhren.

Nur, wo sind die Möhren ? Alle ausverkauft! Ich frage mich ernsthaft, ob momentan ein Möhrenfest stattfindet, denn die 2 Regale voller Tomaten aus aller Herrenländer scheinen noch beinahe unangetastet. Daher begnüge ich mich mit einem Glas Möhrchen in fremden Saft und schlendere zur Kasse. Der Korb ist mittlerweile randvoll, so dass ich (natürlich) doch mit Karte zahlen kann.

Ich stelle mich an der einzigen Kasse an… eine dumme Idee. Nachdem ich mich zum Band vorgekämpft habe, werden direkt neben mir 2 neue Kassen aufgemacht und Kunden, die ich noch beim Anstehen nach mir in den Laden kommen sah, sind bereits vor mir wieder draußen.

Mir tut die Kassiererin natürlich Leid, als sie versucht die 14-Stellige Identifikationsnummer meiner Tomaten einzugeben, nachdem die Kasse die Nummer nicht einlesen will. Einmal vertippt… also nochmal. Einige Kunden hinter mir schauen schon ganz ungeduldig. Ich frage mich, wozu diese Nummern so viele Stellen haben, wenn die gerade mal 2000 Produkte im Angebot haben. Ich zahle schnell mit Karte, packe meinen Rucksack und trete den Heimweg an.

Ich brauche für den ganzen Einkauf 30min, obwohl ich bloß 10min eingeplant hatte und habe natürlich wieder mehr gekauft als ich vor hatte. Immerhin schaffe ich es, alles heil nach Hause zu bringen und habe mir mein Feierabendbierchen somit redlich verdient… Prost!

Kleine Anmerkung: Das ist aber noch gar nichts gegen meine Aldi/Plus-Runde in der Innenstadt. Da geht bereits ein halber Abend mit “warten op de driss Bahn” drauf… es wird Zeit mir ein Auto zuzulegen.

Jul 07

Was macht man, wenn man Sonntags Mittags Hunger hat und jede Menge Reste vom letzten Kochabend übrig sind ? Natürlich mein soeben frei erfundenes

Kessenicher Allerlei

Folgende Zutaten befanden sich in meinem Besitz:

  • Ein Paket kleine Hähnchenschnitzel
  • 2 Päckchen kleine Tomaten
  • 1 Dose Mais
  • Sojasprossen
  • 1 Paket Pilze
  • Etwas Schinken
  • Zwiebeln
  • Ein Kopf Salat
  • Eine halbe Gurke
  • 2 Knoblauchzehen
  • Frischen Thymian, Rosmarin und Petersilie
  • Ein bisschen Rotwein vom Vorabend

Eine kurze bildliche Übersicht:

Als Erstes gebe ich ein wenig Olivenöl in die Pfanne und brate die Hähnchenschnitzel auf kleiner Flamme, bis sie schön knusprig sind.

Auf einem Stück Küchenrolle stelle sie dann zum Abtropfen, bis der größte Teil des Öls von der Küchenrolle aufgesogen wurde. Man kann sie zwischendurch auch umdrehen.

Im nächsten Schritt bereite ich das Gemüse zu. Als erstes schneide ich die Zwiebeln in recht große Stücke und brate sie in etwas Olivenöl an. Jedoch nur kurz!

Damit die Zwiebel nicht zu schnell braun werden und ich auch die Champions schön durchbraten will gebe ich sie zusammen mit dem Schinken recht zügig dazu.

Zwei kleingehackte Knoblauchzehen brate ich mit an. An dieser Stelle würze ich bereits mit Pfeffer und Salz.

Das sieht doch schon recht schmackhaft aus. Da es Sonntag ist, lösche ich das ganze mit Wein ab.

Das Ganze muss jetzt gut einkochen. Die Zeit nutze ich, um die Tomaten in kleine Viertel zu schneiden.

Mittlerweile ist der Wein richtig eingekocht. Sieht schon ziemlich lecker aus.

Die restlichen Zutaten kommen in die Pfanne: Der Mais, die Sprossen und die geschnittenen Tomaten.

Ich würze die Pfanne noch einmal nach und gebe noch einen ordentlichen Schuß Sojasauce hinzu und wende mich direkt dem Kräuterhacken zu.

Gegen Ende gebe ich den Rosmarin und den Thymian in die Pfanne, rühre alles nocheinmal kräftig um. Fertig! Jetzt noch schnell anrichten…

Um dem Ganzen einen professionellen Look zu geben, garniere ich das Gericht mit einem Salatblatt und den Gurken fachgerecht auf einem Teller.

Guten Appetit!

P.S.: Natürlich fragt sich jetzt der/die Eine oder Andere, was ich mit der Petersilie gemacht habe. Die habe ich natürlich vergessen. Es bietet sich jedoch an, diese vor dem Servieren über das Gemüse zu streuen. Da dies ein Spontangericht ohne Rezept ist, fehlt dem Gemüse leider noch ein wenig Masse. Ideal wäre sicherlich, noch etwas Paprika mit einzuarbeiten.