Sep 14

Nachdem nun ein grobes Bild über die für mich in Frage kommenden Komponenten vorhanden war, ging es darum, konkret eine Bestellung zu tätigen. Für mich kamen historisch und auch preislich bedingt zwei Versender in Frage: K&M-Elektronik und Alternate. K&M-Elektronik besitzt einen übersichtlichen Webshop, ist teilweise sehr günstig, habe aber selber das Gefühl manchmal Retourware als Neuware bekommen zu haben und auch die Lieferzeiten bzw. Verfügbarkeit der Produkte nicht immer gegeben. Sofern man jedoch eine makellose Verpackung bekommt hat man auf jedenfall Neuware. Alternate hingegen ist dafür nicht immer ganz Geizhals-Kompatibel, jedoch einen sehr guten Service und die Ware war bisher immer in Ordnung und Bestellungen sind meist 2-3 Tage nach Bestellung im Hause. Das Fernabsatzgesetz ansich ist so bequem, um im Falle von Fehlern oder Inkompatiblitäten die Waren ohne Fragen wieder zurückzuschicken, dass ein Einkauf in einem örtlichen Computerladen nicht für mich in Frage kam.

Da meine Wunschgrafikkarte noch nicht erschienen war, entschied ich mich ersteinmal die Grundkonfiguration des PCs inkl. einer Übergangsbilliggrafikkarte zu bestellen. Bevor ich dies tat, versuchte ich jedoch zuerst meinen alten PC aufzurüsten, um bis zum Erscheinen der Karte mich vielleicht doch noch über die Zeit zu retten:

Ich suchte zuerst nach einem Gehäuse, da mein alter PC in seinem Gehäuse nicht mehr sehr gut aussah und um ihn vorrübergehend dort einzubauen. Darüber hinaus liebäugelte ich mit einer ATI 3850-Grafikkarte in AGP-Variante, da mein alter PC nur diesen Grafikanschluß besaß. Ich wurde bei K&M fündig. Ein gutes Chieftek-Gehäuse sollte es sein und die ATI-Karte war auch schnell gefunden. Doch die Bestellung lief alles andere als Reibungslos. Erst war das Gehäuse nicht mehr lieferbar, obwohl es zum Zeitpunkt der Bestellung noch auf “grün” (also ab Lager) vorhanden war, ähnlich ging es auch mit der Grafikkarte. Nach 1 Woche änderte ich die Bestellung und das Gehäuse auf ein anderes Modell mit einem großen Seitenlüfter um, von dem mein Bruder so geschwärmt hatte, doch auch dies war plötzlich 2 Wochen nicht lieferbar. Ich stornierte daraufhin frustriert die Bestellung. Nur, was tun?

Die 3 Wochen Wartezeit nutzte ich, um mich weitergehend mit PC-Hardware zu beschäftigen und wendete mich Alternate als Versender zu. Dort nahm ich dann quasi alle weiteren Bestellungen vor. Nägel mit Köpfen wollte ich machen, da das Schicksal wohl das Aufrüsten des alten PCs nicht zulassen wollte und bestellte somit direkt ein edleres Gehäuse, ein Coolermaster Stacker 831 in Schwarz. Dies war recht groß, bot aber genug Platz für zukünftige Ein- und Umbauten.

Dazu ein paar Gehäuselüfter von Noctua in 120mm-Ausführung, denn ich wollte den PC schon einmal Innenausstattungsmäßg vorbereiten, bevor ich ihn mit Hardware fülle, da der Ausbau mit Lüftern und sonstiger Kühlungsperipherie sehr aufwändig sein kann.

Zu dem Zeitpuntt erschien gerade passend und gar nicht mal so teuer der neue Intel QuadCore Q9450 mit 2,6 Ghz in 45nm-Fertigungstechnologie. Eigentlich wollte ich ja eine Dualcore bestellen, aber entschied mich doch für einen Quadcore und sollte dies nicht bereuen.

Dieser wurde auch sogleich in den Warenkorb aufgenommen, genau wie 2 500GB Festplatten von Seagate und ein DVD-Brenner (passend zur Gehäusefarbe).

Beim Arbeitsspeicher entschied ich mich aufgrund der Verfügbarkeit von Boards mit Intel-X48-Chipsatz für DDR2 und DDR3-Speicher für den günstigeren DDR2-Speicher als 8 GB QuadKit von GEIL.

Als Mainboard sollte ein Gigabyte-Board zum Einsatz kommen, da ich mich ja bereits für ATI als Grafikkarte entschieden hatte, sollte es direkt ein CrossFire-fähiger Chipsatz sein (um evtl. 2 ATI-Karten einbauen zu können). Als CPU-Kühler sollte ein Noctua zum Einsatz kommen, da er in diversen Tests sehr gut abgeschnitten hat.

Als Grafikkarte wählte ich für den Übergang die Geforce 8600GTS, da sie das beste P/L-Verhältnis unter den Low-Cost-Karten hatte.

Abschließend schätze ich ein 800W-Netzteil von Silverstone als passend für zukünftige Anschaffungen ein, da es genug Leistung auf der 12V-Schiene für mögliche CrossFire-Systeme liefern würde, sehr gut getestet war und auch nicht zu übertrieben dimensioniert. Dass es ein 80+ Netzteil war (mit über 80% Effizienz) ist selbstverständlich, man sollte heute nichts anderes mehr kaufen.

Die Bestellung war schnell erledigt, das Geld überwiesen und 2-3 Tage später kamen die Komponenten bereits an, so dass ich sie begutachten konnte. Lediglich das Mainboard hatte Lieferschwierigkeiten, so dass ich sogar persönlich angerufen wurde, was zu tun sei. In den Tagen hatte ich noch ein wenig weiter gelesen und gesehen, dass die Nutzbarkeit der PCI-Steckplätze bei dem Mainboard arg eingeschränkt ist, wenn man ein CrossFire-System aufbaut. Ich entschied mich daher die Bestellung auf ein DFI-Board mit X48-Chipsatz und wesentlich günstigerer PCI-Platzaufteilung umzuändern.

Zur Übersicht nun noch einmal alle bestellten Teile mit zugehörigen Links (für ewige Aktualität kann ich nicht garantieren, da sie direkt in den Webshop verlinken):

Die Preise sind nur, um nocheinmal vergleichen zu können, wie die aktuellen Preise sich entwickelt haben. Im folgenden Artikel folgt nun der Aufbau des PCs mit ein paar Bildern, wie sich der PC mit der Zeit vervollständigt.