Mrz 22

Die Installation eines Rechners ist meist noch die nervigste Arbeite neben dem sauberen Verkabeln innerhalb des Gehäuses. Da stellt sich zuersteinmal die Frage des verwendeten Betriebsystems und dann, ob es aktuelle Hardwaretreiber für dieses System gibt (im speziellen bei Linux ein Problem) und anschließend, ob die verwendete Lieblingssoftware auf dem System überhaupt noch erhältlich ist (vorallem bei Upgrades wie z.b. auf Windows Vista).

Die erste Idee war somit Windows Vista zu installieren, um den PC auf Herz und Nieren prüfen zu können. Die Installtion lief soweit Reibungslos, der Internetzugang war fix eingerichtet und die ersten Updates installiert. Sogleich kam mir die Idee ein Vista-Tweak-Programm zu verwenden, um einige Funktionen im OS zu optimieren. _TweakVista_ stellte sich als recht brauchbar heraus, doch sollte man vorher einen Sicherungspunkt erstellen, um eventuelle Fehler rückgängig machen zu können. Ich musste dieses Feature nach der ersten Verwendung von _TweakVista_ sofort in Anspruch nehmen, da ich wohl einiges Überoptimiert hatte und der PC 5 min zum herunterfahren brauchte. Jedoch konnte ich mit Hilfe des Sicherungspunktes eine ideale Einstellung finden, die meinen PC merklich performanter machte.

Da einige alte Spiele, die ich, solange ich auf die 4870×2 wartete, auf der alten 8600GTS spielen wollte unter Vista nicht liefen, rang ich mich durch eine Parallelinstallation von Windows XP zu probieren. Die Festplatten waren bisher nur grob partitioniert und so ließen sich die wenigen Daten umkopieren, um eine 64 GB-Partition für XP zu erstellen. Nach der Installtion merkte ich jedoch, dass XP keine Dualboot-Funktion vorsieht, bzw. Vista nicht als konkurrierendes Bootsystem erkannte. Ab dem Zeitpunkt ließ sich nur noch XP booten. Abhilfe schaffte dann eine kleines Tool, welches ich im Internet gefunden hatte. Mit ihm konnte man den Bootloader von Vista neu schreiben und auch Windows XP wieder integrieren. Kleiner Tip: Wer sich eine Dualbootkonfiguration überlegt, sollte die Systeme in umgekerhter Reihenfolge der Aktualität installieren, d.h. erst XP, dann Vista. So funktionieren die Bootloader auch direkt richtig.

Linux kam zu dem Zeitpunkt nicht in Frage, da mir die Treiberaktualität sorgen bereitete, zumal ATI-Grafikarten unter Linux eher schlecht unterstützt werden und der Rechner eindeutig Gaming-Qualitäten hat.

Bei Computerbase fand ich im Downloadbereich einen reichen Fundus an Software, der mir zu vollständigen Installation des Rechners ausreichte. Im Grunde kann man heutzutage alles auf OpenSource aufsetzen und so völlig legal und kostenlos einen kompletten Rechner aufsetzen. Einzig Windows muss man noch bezahlen, mit Linux fährt man gar ganz kostenlos. Ich legte mir ein Softwareverzeichnis an in dem ich die einzelnen Programme kategorisierte und nach 64- und 32-Bit sortierte. Eine schnelle Installation beider Systeme war so kein Problem mehr.

Mrz 21

Dass ich ein Auto hatte ist Jahre her. Damals hatte ich auch noch ein tolles Rad und ein 24/7-NRW-Studiticket… es war eine sehr mobile Zeit. Doch meine Mobilität ging mir stückchenweise abhanden. Es fing damit an, dass mir das Fahrrad aus der Garage des Wohnheims geklaut wurde und ich mit erschrecken feststellen musste, dass ich nicht versichert war. Einige Zeit später folgte eine größere Reparatur an meinem Wagen den ich aus Kostengründen dann an eine Freundin verkaufte. Letztenendes blieb mir nur das Studententicket übrig und ein klappriges Rad, was ich im nachhinein irgendwo gebraucht erstanden hatte. Dies erwies sich aber nicht als sehr gebrauchsfähig und musste irgendwann auf den Müll. Mitten in Bonn wohnend, reichte das Studiticket aus und nach meinem Diplom und anschließendem Umzug nach Kessenich konnte ich quasi ohne Ticket klarkommen.

Doch mittlerweile war die Unmobilität stark spürbar. Ohne Rad konnte man sich kaum bewegen, war immer auf die Bahn angewiesen, wenn man mal schnell wohin wollte und bedeutete ohne ein Dauerticket permanentes Management der Mehrfahrtenkarten begleitet vom ständigen Frust nicht kontrolliert zu werden (”Wieso bezahle ich eigentlich wenn mich nie einer kontrolliert?” – Immerhin bin ich dann doch einige male kontrolliert worden). Im Grunde beschränkte man sich auf die nötigsten Fahrten und war zeitlich und räumlich sehr unflexibel.

Dieser Zustand konnte nicht anhalten und so habe ich als erste Maßnahme wieder ein Jobticket (24/7-NRW-Ticket) beantragt. Für 40 Euro im Monat kann man sich das schon leisten. Wobei sich dabei die Frage stellt, ob man denn für 40 Euro fährt, wenn man es sich genau ausrechnet vielleicht nicht, aber man fährt ohne Nachzudenken und muss sich nicht mit Bargeld und den Fahrkarten herumschlagen. Diesen Vorteil wollte ich mir, mich an die angenehmen Zeiten des Studitickets erinnernd, wiederherstellen.

Doch wie es so kam, eine Woche nach der Beantragung und einer nichtmöglichen Umkehrung einer 12-Monatsbindung fand ich auf der Firmenpinnwand eine Anzeige für einen schnuckeligen Daihatsu Cuore. Er war so günstig, dass ich mir nicht verkneifen konnte den Verkäufer anzurufen. Nach ein wenig Recherche stellte er sich auch als ziemlich günstig im Unterhalt heraus und als ideale Möglichkeit Prozente herunterzufahren. Leider fange ich bei 140% an, da ich noch keine eigene Versicherung hatte, immerhin fallen die Prozente nach 2 Jahren bereits auf 85% und somit kommt zur Not auch ein neuerer Wagen mit Vollkasko in Frage. Effektiv kostete mich der Wagen nun 55 Euro im Monat und so war er schnell gekauft.

Beinahe am selben Tag entdeckte ich die Anzeige eines neuen Gebrauchtfahrradhändlers (Klingeling) in Bonn, den ich mir unbedingt mal näher ansehen wollte. Eine kurze Bahnfahrt später stand ich im Laden und entdeckte direkt das perfekte Rad für mich. Eine Probefahrt (und darauffolgend einige kleine Nachbesserungen seitens des Händlers) später war es meins. (Tipp: Den Laden kann ich übrigens empfehlen, wenn man sein Altrad gewinnbringend loswerden will).

Eine Mail an meinen ehemaligen Mitbewohner gab Gewissheit darüber, dass mein alter 50er-Roller noch an meiner ehemaligen WG stand. Das Frühjahr ist natürlich eine ideale Gelegenheit so ein Gefährt nocheinmal zu reaktivieren. Daher werde ich in nächster Zeit den Roller zur Werkstatt bringen und wieder fitmachen lassen.

Dies bedeutet einen Mobilitätsgewinn von 0 auf 4 mögliche Fahrmöglichkeiten in nur 3 Wochen… nicht schlecht, wenn man sich einmal aufrafft geht doch so einiges. Jedoch will ich den Roller nicht für mich, den bekommt meine Freundin, damit sie sich auch etwas bequemer durch Bonn bewegen kann :) Immerhin habe ich so den Status quo meiner guten alten Studentenzeit wieder erreicht und das für 95 Euro pro Monat. Das ist nicht billig aber es ist mir die Sache wert, alleine die Zeitersparnis ist dabei fast unbezahlbar. Auf in eine mobile Zeit!

Nachfolgend noch ein paar Fotos meines schnuckeligen kleines Gefährts: